Full text: Vom Ausklang der Schlacht bei Limanowa-Łapanów bis zur Einnahme von Brest-Litowsk 2 : Das Kriegsjahr 1915 1 [Textbd.] (2 : Das Kriegsjahr 1915 ; 1 ; [Textbd.] ;)

Höhepunkt und Abklingen der Schlacht 
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herangeholten 14. GbBrig. rechnen dürfe, deren Spitzenstaffel gleichfalls 
am 6. im Armeebereich einlangen werde. 
Mit dem Zusammenbruch des italienischen Angriffes am 5. war 
wohl die erste Isonzoschlacht im wesentlichen schon siegreich beendet. 
Wenn an den nächsten zwei Tagen noch manchenorts neue Kämpfe auf¬ 
loderten, so blieben sie doch an Heftigkeit weit hinter jenen des 5. Juli 
zurück. So versuchten am 6. drei Alpinibataillone neuerlich gegen unsere 
Krnstellung vorzukommen, wurden aber von den bewährten Höhen¬ 
verteidigern abgewiesen, die sich hiebei auch der trefflichen Artillerie¬ 
unterstützung der schon im Flitscher Abschnitt eingesetzten 44. SchD. 
erfreuen durften. Bei Görz verspürte das italienische VI. Korps nach 
dem letzten verlustreichen Mißerfolg wenig Neigung, es auf eine neue 
Kraftprobe ankommen zu lassen. Nur gegen den Südflügel des Brücken¬ 
kopfes richteten am 6. die 12. ID. und tags darauf die 29. ID. einige 
ergebnislos bleibende Vorstöße. Auch bei der italienischen 3. Armee, die 
mehrere neue Verbände in die vorderste Linie gestellt hatte, ließ der 
Angriffseifer merklich nach. Abendliche Vorstöße der 21. ID. bei Sdraus¬ 
sina, Polazzo und Redipuglia waren die einzigen Kraftäußerungen, zu 
denen am 6. und 7. Juli sich die Italiener gegen die Karsthochfläche 
noch aufzuraffen vermochten. 
In der Nacht zum 8. Juli, an dem an der ganzen Isonzofront völlige 
Ruhe eintrat, begannen im Abschnitt III die schon seit dem 5. be¬ 
fohlenen, aber wegen der Kämpfe undurchführbar gewesenen Ablösun¬ 
gen, wobei zunächst die 14. GbBrig. und die schon eingetroffenen Teile 
des VII. Korps in die Front gestellt wurden. 
Noch am 5. Juli hatte die Heeresleitung auch die Absendung der 
zweiten Brigade der 61. ID., der 16. HGbBrig., samt dem Divisionskmdo. 
von Slawonien an den Isonzo verfügt, welche Kraft nun durch die Neu¬ 
bildung der k. u. 19. LstGbBrig. aus fünf Bataillonen der Savesicherung 
ersetzt wurde. Durch das Abziehen der 61. ID. vom Balkan schwächte 
das AOK. seine dortigen mobilen Truppen allerdings um ein Drittel; 
doch es nahm dieses Wagnis bewußt in Kauf, da es der verläßlichen Ab¬ 
wehr des italienischen Angriffes die größte Bedeutung beimaß, die russische 
Front aber nicht schwächen wollte, an der sich die Verbündeten in erfolg¬ 
reicher Offensive befanden. Schließlich trug das Südwestfrontkmdo. dem 
Bedürfnis der 5. Armee nach einem einheitlichen Truppenverbande für 
die Karsthochfläche dadurch Rechnung, daß es die Vereinigung des 
VII. Korps am Südflügel der S.Armee verfügte. Hiezu hatte dem schon 
eingeleiteten Wechsel der 44. SchD. und der 20. HID. vom 10. Juli an der
	        

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