Full text: Vom Ausklang der Schlacht bei Limanowa-Łapanów bis zur Einnahme von Brest-Litowsk 2 : Das Kriegsjahr 1915 1 [Textbd.] (2 : Das Kriegsjahr 1915 ; 1 ; [Textbd.] ;)

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Von. Gorlice bis Lemberg 
ihren Augen zurückweichenden Marschsäulen des Feindes durch Ge¬ 
schützfeuer noch recht lästig werden. 
Der Führer der 11. Armee erhielt frühzeitig durch Flieger fort¬ 
laufend Meldung über den Rückzug der Russen im Räume von Jaslo und 
Kolaszyce. Die Masse der Armee hatte am 7. nachzustoßen, den Wislok 
zwischen Haczów und Frysztak zu überschreiten und sich auf den Höhen 
östlich des Flusses festzusetzen. Der Südflügel sollte sich gegen Besko 
ausdehnen und wie an den Vortagen darauf bedacht sein, etwa noch in 
den Beskiden steckenden russischen Kräften den Rückweg zu verlegen. 
Die als südlichste Heeressäule vordringende 119. ID. des Korps 
Emmich hatte, allmählich durch Teile der deutschen 20. ID. verstärkt, 
westlich und östlich von Iwonicz heftige Kämpfe vor allem gegen die 
12. sib. SchD. zu bestehen, trat bei Rymanów, wie schon erwähnt, mit 
der Reiterei des GM. Berndt in Fühlung und vermochte noch den Wislok- 
übergang bei Besko zu gewinnen. Links von Emmich gewann François 
südlich von Krosno Raum. 
Vom Korps Arz, dessen Divisionen seit Beginn der Schlacht bereits 
4000 bis 6000 Mann eingebüßt hatten, besetzte die 39. HID. gemeinsam 
mit deutschen Radfahrern die Stadt Krosno; die Russen (XXIV. Korps) 
hatten sich auf die Höhen östlich davon zurückgezogen. Die links gestaffelt 
vorgehende k. u. k. 12. ID. stieß im Raum von Jedlicze auf die am Süd¬ 
flügel des III. kauk. Korps fechtende 9. ID. Eine Lücke in der gegne¬ 
rischen Schlachtordnung erspähend, ging diese sogar zum Gegenangriff 
über, wich aber schließlich, auch um den Zusammenhang mit dem 
XXIV. Korps nicht zu verlieren, auf die Höhen westlich von Odrzykon 
zurück, deren eine (A 326) noch in der fünften Nachmittagsstunde von 
den Österreichern erobert wurde. 
Links durch die deutsche 19. ID. verlängert, maß sich die preußische 
Garde nordöstlich und nördlich von Jaslo wieder mit den Kaukasiern 
Irmanows, die heftigen Widerstand leisteten, aber schließlich doch bei 
Lubla aus den ihnen von Dimitriew am Abend zuvor zugewiesenen 
Stellungen gegen den Wislok zurückgeworfen wurden. 
Der k. u. k. 4. Armee hatte Mackensen für den 7. aufgetragen, die 
Wisloka zu überschreiten und —nach links hinten gestaffelt — mit dem 
rechten Flügel Frysztak zu gewinnen. Die Reiterei sollte sich ehestens in 
den Ebenen nördlich der Bahn ausbreiten. 
Nachdem die Brigade GM. Szende noch in der Nacht unterhalb von 
Brzostek über die Wisloka gestoßen war, gewann die 10. ID. morgens 
auch oberhalb dieses Ortes das Ostufer. Diese Kampfgruppen gelangten
	        

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