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darangegangen, diese „weiße Kohle‘ der Volks-
wirtschaft nutzbar zu machen. Ein Großteil der
Bahnen wurde oder wird elektrifiziert. So ist vor
kurzem die Elektrifizierung der Sorocabanabahn
von Sao Paulo nach Curityba beschlossen worden;
ebenso beabsichtigt die Cantareinabahn im Staate
Sao Paulo, zum elektrischen Betriebe überzugehen.
Diese umfangreichen Arbeiten werden die ver-
stärkte Einfuhr von Elektromaterialien nach sich
ziehen. Es wäre nur zu begrüßen, wenn unsere
Industrie, die seit der Elektrifizierung unserer
Bundesbahnen die neuesten technischen Errungen-
schaften gerade auf. diesem vielversprechenden
Gebiete aufweisen kann, sich bemühen würde,
Anteil an diesem‘ Werke zu nehmen. Ich könnte
gelegentlich der Abhaltung von Vorträgen über
Österreich in Brasilien das rege Interesse fest-
stellen, das man gerade dem Werke der‘ Elektri-
fizierung unserer Gebirgsbahnen drüben entgegen-
bringt. ‚Aber rasches Zugreifen ist erforderlich,
denn die Konkurrenz ist groß!
Die meisten Fabriken betreiben ihre Maschi-
nen mit -Hilfe des elektrischen Stromes und auch
die verschiedenen Kleinmotoren des Handwerkes
und der kleineren landwirtschaftlichen Industrien
draußen auf den Fazenden erhalten durch Strom-
zuleitung ihre Betriebskraft. Welche gewaltigen
Chancen sich noch für die Zukunft. auf diesem
Gebiete zeigen, ergibt sich daraus, daß allein im
Staate Minas Geraes der Technik mehr als 1200
Wasserfälle von je-10.000 bis 20.000 HP. zur .Ver-
fügung stehen und daß die „Compagnia industria
hrasileiras de Papel“ in Porto Uniao, im Staate
Paranä, am Flusse Iguassü: soeben. eine Papier-
fabrik errichtet, wobei aus dem Hauptwasserfall
des Flusses elektrische Kraft im Ausmaße von
300.000 HP. gewonnen werden: soll; die für eine
ganze Reihe .von Betrieben‘ ausreichen wird. Die
europäischen Begriffen gegenüber äußerst ver-
schwenderisch - durchgeführte Beleuchtung der
Brasilien.