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Ja
Fabrikate, zumal infolge der Schutzzollpolitik der
Regierung, zu erhalten. |
Der bedeutendste Industriestaat Brasiliens ist
a0 Paulo, dessen Textilfabriken (auf Grundlage
der Rohprodukte Baumwolle, ‚Wolle: und Jute),
Hutfabriken und Bierbrauereien nicht nur ‚den
Eigenbedarf des Staates Sao Paulo decken, sondern,
auch andere Teile des Landes versorgen. Welche
gewaltige Unternehmungen hier im Betriebe sind,
zeigt zum Beispiel das. Brauereiunternehmen der
Compagnia antartica Paulista, deren Aktienkapital
sich auf 12.750 Contos Milreis beläuft (1 Conto =
1000 Milreis, 1 Milreis entspricht ungefähr 1 österr.
Schilling). |
Naturgemäß entstanden Industrien überall
dort, wo. die benötigten Rohstoffe gediehen. So
wurden in. ‘den tropischen Nordstaaten Pernam-
buko, Alagoas‘ und Bahia im Anschluß an, die
Kultur des Zuckerrohres, das übrigens zur Zeit
der portugiesischen Kolonialherrschaft im Land
eine ähnliche Rolle spielte: wie heute der Kaffee,
gegen 6000 diese Pflanze verarbeitende. Betriebe
gegründet, von denen allerdings nur ein kleiner
Teil als Fabriken im modernen Sinn. angesprochen
werden können... Die immer weiter ausgreifende
Kültur von. Baumwolle hat Textilfabriken im
ganzen Land entstehen lassen. Auf diese Weise
deckt der Staat Bahia schon etwa 85% des Öört-
lichen Bedarfes und die in jüngster Zeit ent-
standenen Jutespinnereien und. Webereien haben
das Land, das diese Gewebe insbesondere für seine
Kaffeesäcke benötigt, von dem. früheren indischen
Import vollkommen unabhängig. gemacht. Der
Holzreichtum des Landes ließ ‘auch Papierfabriken
entstehen, die allerdings erst einen bescheidenen
Anteil des Bedarfes zu versorgen vermögen, so
daß auf diesem Gebiete, was für Österreich be-
sonders wichtig ist, ein Import noch auf. lange
Zeit hinaus. die besten Chancen besitzt. Für den
Papierimport bestehen . übrigens. eigene Vor-
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