Volltext: Der Ausgang der Schlacht [25/III. Teil 2. Abschnitt] (Band 25 2. Abschnitt des 3. Teiles / 1928)

Der Borstoß von mehr als drei franz. Divisionen zum Hallen gebracht. 197 
östlich Vertus) an. Die Gruppe Normte des Genlts. Wilhelm hielt also 
mit ihren vier bis fünf in vorderster Linie eingesetzten Jnf.Kompagnien, 
vor allem aber mit den sechs Batterien des Res.Felda.Regts. 24 die franz. 
42. Jnf.Div. auf mit Ausnahme eines Infanterie-Regiments, das nachts 
über Lenharrse vorstoßend, den Weg auf Villeseneux frei fand. 
Die zunächst außerordentlich schwachen Sicherungstruppen im Ab- 
schnitt Pierre-Morains—Ecury hatten zwei französische Divisionen 
gegenüber. Die 52. Res.Div. versuchte Ecury zu nehmen, wurde aber 
„unter schweren Verlusten abgewiesen und ging nach Moraine-le Petit 
zurück." Gegen die Linie Ecury—Pierre-Morains wurde dann die 
17. Jnf.Div. angesetzt, ohne ihr Ziel zu erreichen. Aber bei Pierre-Mo- 
rains griffen auch noch Teile der 51. Res.Div. (X. A.K.) an, die, nördlich 
der Sümpfe von Saint Gond vorgehend, wahrscheinlich über Colligny 
angesetzt worden waren. Sie sollen Pierre-Morains am Abend besetzt, 
dann aber unter dem Feuer eigener Artillerie wieder geräumt haben. 
Da es beim Detachement Tricon — ebenso wie die drei Kompagnien 
bei Höhe 157 — nicht mehr zum Jnfanteriekampf gekommen war, 
hatten also tatsächlich das Res.Iäg.Batl. 13, 5. und III./Res. 107 und 
vom Res.J.R. 133 neun Kompagnien mit im ganzen n^un Batterien in 
einer lückenhaften, über 10 km breiten Stellung mehr als drei fran- 
zöfische Divisionen zum Stehen und teilweise sogar zum Zurückgehen 
gebracht. Nach den vernichtenden Schlägen, die diese feindlichen 
Truppen in den letzten Tagen erlitten hatten, war das kein Wunder. 
Und doch muß diese Tatsache hervorgehoben werden, einmal zum Beweis, 
daß die deutschen Truppen trotz zahlenmäßiger Schwäche, trotz un- 
geheurer Ermüdung und mehrtägigen Mangels an Verpflegung voll 
kampfkräftig waren. Die Behauptung der französischen Geschichts- 
sorschung, der französische Sieg an der Marne sei dadurch bedingt ge- 
wesen, daß die deutschen Truppen am Ende ihrer Kraft angelangt 
waren, ist also auch hinsichtlich dieses Frontabschnitts vollkommen 
abwegig. 
Da sich inzwischen der Kommandierende General des XII. Res.K. 
entschlossen hatte, den weiteren Abmarsch für seine beiden Divisionen 
anzuordnen, sollte dieser bis in die Nachtstunden währende Kampf der 
24. Res.Div. das fünftägige Ringen des Westflügels der 3. Armee vom 
6. bis 10. September beenden. Bei den Nachhuten der 32. Jnf.Div. und 
der 23. Res.Div. war es nur zu völlig bedeutungslosen Schießereien auf 
weite Entfernung gekommen. Wesentliche Wirkung erzielten nur das I. 
und II./177 (32. Jnf.Div.), die das über Lenharrse vorgedrungene In-
	        
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