Full text: Flandern 1917 [27] (Band 27/1928)

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Abschnitt der Gruppe Diksmuide zielt der feindliche Hauptstoß gegen 
die Front südlich der Bahn nach Staden, und zwar gegen Teile der 
27. Jnf.Div. sowie gegen die 187., die 227., gegen Teile der 24V. und 
gegen die 16. Jns.Dio. Bei der Gruppe Vpern trifft der Angriff aus die 
195. Jns.Dio. und den rechten Flügel der 233. Jns.Dio., welcher dann 
die 22V. Jns.Dio. mit zusammengerafften Pionieren, Minenwerfer- 
Mannschaften und Scharfschützen zu Hilfe eilt. Während der Groß- 
angriff diesmal nicht auf die Gruppe Wijtschate übergreift, richtet er sich 
zum ersten Male in größerem Umfange gegen die Gruppe Diksmuide, 
hinter welcher die 3. Marine-Dio. als Armeereserve bereitgestellt wird. 
Poelkapelle geht an diesem Tage verloren, Passchendale bleibt dagegen 
in deutschem Besitz. 
Zwischen den Gruppen Diksmuide und Bpern wird jetzt das 
Generalkommando des Garde-Reservekorps als Gruppe Staden (27., 
227. und 16. Jns.Dio.) eingeschoben. Das Generalkommando XVIII. A.K. 
übernimmt den Befehl über die Gruppe Diksmuide. 
Nach längerer Pause beginnt am 22. Oktober ein neuer Groß- 
kampstag. Es stehen in der Front der Gruppe Diksmuide die 19. und 
20. Ldw.Div., 4V. Jnf.Div., bei der Gruppe Staden die 26. Ref.Div., 
3. Mar.Div. und III. Jnf.Div., bei der Gruppe Dpern die 11. bayer. 
Jnf.Div., 39. Jnf.Div. und 36. Ref.Div., endlich bei der Gruppe Wijtschate 
die 10. bayer. und 24. Jnf.Div., 1. bayer. Ref.Div. und 8. Jnf.Div. An 
der Nahtlinie der Gruppe Diksmuide und Staden find Teile der 58. Inf.- 
Div. eingeschoben. Die Gruppe Diksmuide verfügt als Eingreifdivisionen 
über die 35. und die erst im Antransport befindliche 119. Jnf.Div., die 
Gruppe Staden über die 27., 239. Jnf.Div. und 5. bayer. Res.Div., die 
Gruppe Bpern über die 238. Jnf.Div., 3. Garde-Jnf.Div. und 220. Inf.- 
Div., die Gruppe Wijtschate über die 15. Jnf.Div. und 18. Res.Div. 
Der Verlauf (vergl. Kapitel „Passchendale") auch an diesem schweren 
Großkampftage bestätigt den ungebrochenen Siegeswillen der in der 
vorderen Linie eingesetzten Kampftruppen, welche ohne auf die Eingreif- 
divisionen zurückzugreifen aus eigener Kraft, unterstützt durch die Ar- 
tillerie, den feindlichen Stürmen trotzen, ja vielerorts durch Gegenstöße 
ihrer Reserven die aufgegebene Vorpostenlinie wieder über die Haupt- 
widerstandslinie vorschieben können. 
Vier Tage später setzt der Engländer den Angriff fort. Im Gruppen- 
abschnitt Diksmuide, in welchem eine vierte Stellungsdivision (35.Jnf.Div.) 
am Südabschnitt hinzugekommen ist, trifft er vor allem aus die 40. Ins.- 
Div., aber auch gegen die gesamte Verteidigungsfront der Gruppe
	        

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