Full text: Flandern 1917 [27] (Band 27/1928)

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den Herenthage-Park gekämpft, um welchen noch viel Blut fließen soll, 
der aber an diesem Tage in deutschem Besitz bleibt. Während es auf 
dem rechten Flügel der nördlich davon kämpfenden 54. Inf.Div., trotz 
aller bis in die Dunkelheit dauernden feindlichen Anstürme gelingt, sich 
in ihrer Stellung zu behaupten, bleibt am linken Flügel der Westrand 
des Nonnebosschen in Feindeshand, um dann am 11. August nach 
wechselvollen Kämpfen wieder in deutschen Besitz zurückzugelangen. 
Die nächsten Tage bringen heftige und erfolgreiche Abwehrkämpfe 
für die 214. Inf.Div., welche an die Stelle der 2.Garde-Res.Div.. ge¬ 
treten ist, am linken Flügel der Gruppe Diksmuide und ebenso für die 
79. Ref.Div. auf dem rechten Flügel der Gruppe Apern um den Besitz 
des Steenbeeks. 
Am 14. August gelingt der 34. und 34. Inf.Div. die Wiedereroberung 
des Westrandes des Nonnebosschen trotz heftigster englischer Gegen- 
angriffe, dagegen verlaufen die Kämpfe um den Besitz des Steenbeeks 
nicht ebenso glücklich, obwohl Teile der als Eingreifdivision bereit- 
gestellten 183. Inf.Div. in den Kampf geworfen werden. Der Engländer 
kann, wenn auch nur in begrenztem Räume, auf dem östlichen Steenbeek- 
user festen Fuß fassen. 
Am 16. August tobt ein neuer Großangriff. Auf einer Frontbreite 
von fast 3V km stößt der Feind vor. Die ganze Gruppe Wijtschate 
kämpft mit Erfolg, ebenso die 54. Inf.Div. am linken Flügel der Gruppe 
Hpern, welcher Teile der 3. Ref.Div. zur Hilfe kommen. Auch die 
5. bayer. Inf.Div. in der Gruppenmitte hält stand, muß aber die 
Trümmer von St. Julien dem Feinde endgültig überlassen. Schwer 
trifft der englische Angriff die Nahtstelle am Nordflügel der Gruppe 
Apern (79.Ref.Div.) und am Südflügel der Gruppe Diksmuide 
<214. Inf.Div.). Rittlings der Bahn Staden—Tpern dringt der Eng- 
länder in breiter Front über den Steenbeek, über Langemark und über 
die Wilhelmstellung auf Poelkapelle vor. Hier trifft ihn der Gegen- 
stoß der 133. Inf.Div., und mit Hilfe der 5. bayer. Inf.Div. sowie der 
über Keerselare vorgehenden 12. Res.Div. wird eine geschlossene Front 
am rechten Flügel der Gruppe Dpern wieder erreicht. Weniger glücklich 
ist die 214. Jns.Div., welcher trotz Eingreifens der 9. bayer. Res.Div. nur 
das Festhalten des nördlichen Broenbeekufers gelingt. Weiter nördlich 
glückt es dem Franzosen, den deutschen Vorposten Drie Grachten und 
das Westufer der Martjevaert zu entreißen. 
Flandern 1917. 11
	        

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