Volltext: Flandern 1917 [27] (Band 27/1928)

XI. 
passchendale. 
dem 22. Oktober begann die dritte und letzte Serie der eng- 
fJrJl tischen Angriffsstöße im flandrischen Schlachtgebiet. 
Seit dem 12. Oktober, dem letzten Stoß der zweiten Serie, rann der 
Regen in Strömen. Die Herbstregenperiode hatte eingesetzt. Tief- 
hängende Wolken überzogen den Trichtermorast, die Tage wurden 
immer kürzer. Die Beobachtungsverhältnisse verschlechterten sich zu- 
sehends. Der Antransport von Material, die Bereitstellung der An- 
grifsstruppen, die Beweglichkeit der Verbände und der Zustand der 
Truppe litten unter so ungünstigen Bedingungen, daß an eine ent- 
scheidende Wendung der Schlacht nicht mehr zu denken war. Sie war 
bereits entschieden. 
Wenn gleichwohl bis zur Mitte des November die Wucht der 
Materialschlacht kaum eine Abschwächung erfuhr, so lag es daran, daß 
die Engländer unter allen Umständen noch vor dem Winter die Er- 
oberung jenes Höhenzuges von Westroosebeke bis Geluveld vervoll- 
ständigen wollten. Sie lagen vor Passchendale in so ungünstigen und 
unhaltbaren Stellungen, daß ihnen keine Anstrengung zu hoch erschien, 
den festeren Boden und die bessere Sicht des Höhenrückens zu gewinnen. 
Mehr wollten sie nicht mehr. 
So wurde Passchendale mit den beiden nordwestlich gelegenen 
Weilern Moffelmarkt und Goudberg zum Brennpunkt der abschließenden 
Flandernkämpfe, ehe der Winter zum Einhalten zwang. An West- 
roosebeke dachten die Engländer schon bald nicht mehr. Ihr letztes
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.