Full text: Flandern 1917 [27] (Band 27/1928)

X. 
Vijfwegen. 
ie meisten jener Divisionen, die nur mit geringen Unterbrechungen 
■rw'feit drei Monaten an der Flandernschlacht teilnahmen, kannten 
den Großkampf schon von Verdun und der Somme her. Was ihnen neu 
war, ist schnell gesagt: die Eigenart des Geländes, das kaum eine 
Deckung zuließ und zu dem Kampf der Waffen den ebenso furchtbaren 
Kampf mit Wasser, Schlamm und Regen fügte, und die Konzentrierung 
des feindlichen Angriffs auf verhältnismäßig wenige Massenstöhe in 
breitester Front. In Flandern gewann die Materialschlacht ihre aus- 
geprägteste und in diesem Umfange nur einmal erreichte Form. 
Die Schlacht war ursprünglich in dieser Form keineswegs beab- 
sichtigt. Aber es ist der Sinn der großen Matertalschlachten, daß sie 
durch die gewalLge Anhäufung aller Kampfmittel auf beiden Seiten zu 
immer neuen Fortsetzungen herausfordern. Verdun brauchte noch 
Monate lang Zeit, um sich zu beruhigen und zu normalen Verhältnissen 
zurückzukehren, auch nachdem der Entschluß zum Abbruch der Angriffs- 
tätigkeit gefaßt war. Die Somme und Flandern wurden letzten Endes 
nicht durch den Willen der alliierten Heeresleitung sondern durch den 
Winter beendigt. 
In der ersten Woche der Flandernschlacht stellten die Engländer 
noch Kavallerie bereit, um nach vollzogenem Durchbruch sie rasch ein- 
setzen zu können. Am 31. Juli hatten sie ihre Kavallerie sogar bis dicht 
hinter die Sturminfanterie vorgezogen, um diese nur ja bei der Hand 
zu haben. Im Verlauf von zwei Monaten paßte sich die Mentalität
	        

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