Volltext: Geschichte des regulirten lateranensischen Chorherrenstiftes des heiligen Augustin zu Reichersberg in Oberösterreich

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angränzende Gut sammt Zehent, nachdem man ihm und seinem 
Sohne Christian ein Schaff Korn und 15 Metzen Hafer und 
dem Konrad von Drechselhaim, welchem dasselbe verpfändet war, 
17 Schillinge ausbezahlt hatte. Die Gebrüder Ortolf und Hein¬ 
rich von Waldeg haben dem Stifte die halbe und die Viertelhube 
und 3 Joch Aecker sammt dem dazugehörenden Zehente, welche 
sämmtlich sie von Heinrich List und dessen Bruder Wernhard von 
Anhangen um 20 Psund an sich gebracht, frei überlassen zum 
Ersätze des großen Schadens und der vielen Nachtheile, die sie 
demselben zugefügt; als aber Reichersberg hievon Besitz ergreifen 
wollte, kamen Konrad von Munolfingen und dessen Sohn Kon¬ 
rad, Dienstleute des Hugo von Saversteten, und wehrten den 
Bauleuten des Klosters, indem sie Ansprüche auf dieselben erhoben, 
vorgebend. daß durch den Verkauf dieses Gutes ihre Rechte ver¬ 
kürzt worden und entsagten erst dann am Altare des heiligen 
Michael ihren Ansprüchen hierauf, nachdem sie durch die Ver¬ 
mittlung des Hugo von Saversteten und Gebharts von Schwendt 
4 Schaff Getreide und überdieß der Vater noch einen Rock und 
Mantel, der Sohn aber ein Paar Stiefel und 60 Denare vom 
Stifte empfangen hatten. Ulrich von Hourenpach (Heribach) ver- 
gabte hieher vor seinem Hinscheiden die halbe Hube zu Fleischacker 
bei Elhenpach, wogegen das Stift ihn auf seine Bitte in die 
Gemeinschaft des Gebetes und der guten Werke aufnahm und 
seinen Leichnam auf dem Gottesacker zu Ort beerdigte. Endlich 
übergaben noch Otackar von Reifepach und dessen Schwester 
Willebirch dem Stifte für die Beerdigung ihres Bruders die 
halbe Hube in Rötling *). 
') Codex Tradit. CCXXVIII DI seqq.
	        
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