16.11. anbruch aufzuflammen. Die 27er waren auch am 16. Zeugen des Artillerieduells. Die italienischen Batterien streuten mit sichtlicher Unruhe das ganze Kampfgelände im Umkreise von Asiago ad. Gegen 7 Uhr abends trat das Bataillon neuerdings zum Vormärsche nach Camporovere an, wo es eine durch wiederholte Beschießung gestörte Nacht verbrachte. 17.» 18. Auch an den Nachmittagen des 17. und 18. steigerte sich die Stärke des feind- 11. lichen Feuers. Das tatenlose Verweilen in den Häuferruinen von Camporovere, inmitten einstürzender Mauern, wurde nachgerade zur Pein. Zum Glücke trug jeder Mann des Bataillons den Stahlhelm, der vor dem zeitweise niederprasselnden Ziegel- und Steinschlag Schutz gewährte. Trotzdem gab es einige Verwundete. So empfand jeder das Verlassen dieser Stätte als Erlösung. Die Hoffnung, es ginge jetzt endlich ran an den Feind, wurde bitter enttäuscht. Denn die Abend- schatten senkten sich über das abermals nach rückwärts marschierende Bataillon nieder. Um 9 Uhr abends fand es sich in das Nachtdunkel der Astaschlucht versetzt. Nächst der von den Italienern im Mai 1916 gesprengten, hoch über die Schlucht sich schwingenden Straßenbrücke richteten sich die 27er in den „Schwalbennestern" an der steil aufragenden füblidrien Schluchtwand zur Nachtruhe ein. Die nächsten Tage verliefen völlig ereignislos. Das Bataillon verblieb als Reserve an Ort und Stelle und leistete Trägerdienste für die Besatzung des 28.11. Canove-Stella-Abschnittes, in den es am Abende des 26. einzog und V/bh. 1 ablöste. Schon nach vierundzwanzig Stunden schied es, von ler-Kaiserjägern abgelöst, wieder aus der Stellung. In diesen Tagen war ein Vorstoß von der Assaschlucht her geplant, der jedoch der nötigen machtvollen artilleristischen Stütze entbehrt hätte. So ließ man ab von diesem Vorhaben. Die Übernahme der Assastellungen durch abgekämpfte Truppenkontingente machte die 181. IBrig. frei für ihre Verwendung im Melettagebiete, wo seit Tagen der Angriff ins Stocken geraten war. 28.11. Am 28. November ließ sich das Bataillon im Galmararatale nieder, wo es am folgenden Tage nach langer Zeit ein unverhofftes Wiedersehen mit dem von Gallio 29.11. rückkehrenden Regimente (ohne III. Baon.) unter Obst. v. Siegl gab. Um 9 Uhr vormittags brach IV/27 aus der Bai di Galmarara auf. Die allbekannte Route führte das Bataillon über den Zingarellasattel, vorbei am Mt. Colombaro und an dem am 30. Mai 1916 vom Bataillon im beschwingten Angriff erstürmten 3V. 11. Mt. Cimon, hinab in die Bai di Campo Mulo. Am letzten, empfindlich kalten Novembertage hatte das Bataillon fein Ziel, die waldgebeitete Bai di Roncchetto, erreicht. Es stand vor dem Mt. Castelgomberto. Zm Melettagebiete (30. November bis 19. Dezember 1917) Gleichwie vor einundeinhalb Jahren blicken 27er aus dem düsteren, wildschönen Ronechettotale zu dem schon einmal von der 27er-Faust bezwungenen Mt. Castel¬ gomberto hinan. Uber pittoreske Felsabstürze gleitet der Blick, an denen cimbrische Tannen gleich kämpfenden Helden emporklettern. Abermals tobt wilder Kampflärm in den einst erstürmten trutzigen Felsbergen des Melettamassivs. Seit Mitte November bricht sich das stürmische Echo hundert- 296