Pyrawang. — Kopfing. 43 and Pirchwang[auf Anhalten des ehrwürdig und wohlgeehrten Herrn Joh. Jacob Spinfelders Pfarrers zu Esternjberg dieser Altar errichtet worden am 28. Juni 1656. Renoviert im Monat August 1878 (Abb. 59). Kanzel, ganz einfach. XVII. Jh. Leuchter (4 Stück) mit dreiteiligem glatten Fuß, Zinn, H. 54 cm. Salzburger Marke des Zinngießers Anton Singer (1740 — 1754 nach weisbar). Ampel: Kupfer, versilbert, mit getriebenem Rocaille. Um 1760. Mittelmäßig. Tru h e mit schmiedeeisernen Beschlägen. XVII. Jh. Abb. 56. Krempelstein, Schnitt 1: 300 (S. 40). Abb.57. Pyrawang, Filialkirche, Grundriß 1: 300 (S. 41). Kopfing, Dorf und Pfarre. Literatur: I. Gielge, Bd. 2, S. 46. — B. Pillwein, Bd. 4, S. 435, 436. — W. Dannerbauer, Generalschematismus, S. 412; Realschematismus, S. 128; Innviertler Heimatkalender 1913, S. 98 f. — M. Hufnagl, Die neugebaute Pfarrkirche zu Kopfing, in Christi. Kunstbl., Bd. 47 u. Bd. 48. — R. Guby, Schärding. — Rieder Heimatkunde, VI, 102. Archivalien: Pfarrarchiv (Tauf-, Trau-und Sterbematriken von 1641 an). — Bischöfliches Ordinariatsarchiv Linz. — Landes archiv Linz. — Bayr. Hauptstaatsarchiv (Abt. Kreisarchiv) München. — Bayr. Staatsarchiv Landshut. Geschichte: Der Ort scheint im XII. und XIII. Jh. wiederholt urkundlich auf (U. B., Bd. 1, S. 541, 582, 765; Mon. boica, Bd. 29/11, S. 387 und 388). Die Pfarre ist ein Vikariat des Domstiftes Passau gewesen, seit 1785 ist sie selbständig. 1690—1692 baute der Schärdinger Zimmermeister Hans Hörtreiter einen neuen Pfarrhof, zu dem der Schlosser in Raab 3 Eisen gitter liefert; doch erweist sich bereits 1762 ein neuerlicher Pfarrhofneubau unbedingt nötig, der dann 1780/81 durch Pfarrer Joh. Michael Kagerbauer durchgeführt wurde; 1713 lieferte der Schärdinger Uhrmacher Peter Voggt für 164 fl eine neue Turm uhr. Am 3. Februar 1770 bewilligte der Geistliche Rat 139 fl 53 xr für Anschaffung eines neuen Rauchmantels und 233 fl 37 xr für Anschaffung eines neuen Himmels. 1773 befand sich der Hochaltar „in einem solch zermoderten und unbrauchbaren Zustand, daß selber hatte abgetragen und das Volk in Sicherheit gesetzt werden müssen“. Der Schärdinger Landrichter hatte zur Anfertigung eines neuen Choraltars Visier und Überschläge verfertigen lassen, die sich für Schreinerarbeit auf 153 fl, für Bildhauerarbeit auf 155 fl, für Faßarbeit auf 520 fl und für Malung des Altarblatts auf 65 fl beliefen. Es war also sicher eine Schärdinger Arbeit, bei der Bildhauer Matthias Kager beteiligt war (A. L. Rep. 91 B Fasz. 49, n. 76 a u - c sowie Fasz. 64, n. 84 ee , und Rep. XXXII B , Fasz. 21, n. 258; A. M. I. V. 99/81 und I. V. 99/85 in R. GUBY, Schärding. Pfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer. Charakteristik: Bis auf den Westturm Neubau von Dombaumeister Schlager aus Linz, erbaut 1904 bis 1905. Äußeres: Westturm, der Unterbau gotisch über quadratischem Grundriß, Bruchstein, zu oberst spitzbogige Fenster (ursprüngliche Glockenstube), barocker Aufbau, jetzige Glockenstube, mit abgekanteten Ecken und rundbogigen Schallfenstern und barocker Haube. Gemälde im Presbyterium: Anbetung der Hirten. Rundbogiges Altarblatt, wohl vom alten Hochaltar. Gute Arbeit um 1773. Statue: Hl. Maria mit Christuskind. Holz polychromiert. XVIII. Jh. Mittelmäßig. Abb. 59. Kanzel. Leuchter. Ampel. Truhe. Pfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer. Charakte ristik. Äußeres. Gemälde. Statue. 6*