rien Fürsten oder Hospodar. Jassy die Hauptstadt, nicht
weit vom P r u t h, der Sitz des Hospodars und eines Grie¬
chischen Erzbischofes, ist eine erhebliche Handelsstadt. Ga-
laz eine ansehnliche Stadb an der Donau, welche einen
sehr ausgebreiteten Handel treibt.
II. Wallachey (Dacia ripensis 8. Valachia).
Ein T200 Quadrat - Meilen großer Landstrich', heran
Flüssen, Bächen, Seen und Quellen einen ganz äußerer-
henlichen Reichthum hat. Die Menge der Fische ist be¬
wundernswürdig groß. Die Donau scheidet die Wallachey
von Bulgarien. Noch andere schiffbare Flüsse sind: Alu-
La, S e r e t h u. a. m., die sich sämmtlich in die Donau
ergießen. Letztere bildet viele zum Theile bewohnte In¬
seln. Nur ungefähr die Hälfte des Landes besteht aus ebe¬
nem Boden, der ohne Bearbeitung reichliche Früchte trägt,
Pferde, Ochsen und Hammel gedeihen auf demselben vor¬
trefflich. Gute Weine wachsen im ttebcrflusse. Von Obst-
bäumen gibt es ganze Wälder. Die Berge, ein Arm der
Karpalhischen, sind metallreich) Die Zahl der Einwohner
belauft sich nicht höher als auf 900000. Die Walla¬
chen haben mit'den Türken viele Äehnlichkeit, Sie haben
ihren eigenen Fürsten, Hospodar genannt, welcher aber den
Türkischen Kaiser für seinen Oberherrn erkennt. Buku-
resch t, der Wohnsitz des Fürsten und eines Griechischen
Metropoliten eine weitläufige von 40000 Menschen bewohn¬
te Stadt, hat eine Griechische Schule, Lyceum genannt,
unterhält beträchtlichen Handel. Krajova, die- größte
Stadt nach Bu kure seht, mit wichtigen Satzwerken.
H §. *♦:
Neue Geogr. ?!. Abth.