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Fousek zur Entwicklung der anderen ihm noch zur Verfügung
stehenden Mannschaften an dem Steinriegel. Während der ganzen
Zeit gingen aber feindliche starke Kräfte unaufhörlich über die
Trigonometerhöhe 208 vor.
Fousek griff nun den vor ihm liegenden, auf drei Kompanien
geschätzten Gegner an, der in seiner Überraschung zum Teil die
Flucht ergriff und wieder über die früher erwähnte Höhe zurück
strömte, zum Teil aber gefangengenommen wurde.
Dem Feind keine Zeit lassend, stürmte er mit der durch sein
Beispiel angeeiferten, schwachen Abteilung nach, eroberte im Hand
granatenkampf die Trigonometerhöhe um 14,50 Uhr wieder zurück
und hielt diese so lange besetzt, bis ein zum Gegenangriff befohlenes
Landsturmbataillon herangekommen war, das nun im Verein mit der
Abteilung Fousek die alten Stellungen bis auf kleine Grabenstücke
wieder in Besitz nahm.
Bis zur Besetzung der Trigonometerhöhe hatte Oblt. Fousek vier
Maschinengewehre erbeutet und etwa 200 Gefangene gemacht.
Durch den energischen Angriff auf diese Höhe war der Feind
derart erschüttert, daß er keinen Versuch mehr machte, sie wieder
in Besitz zu nehmen, überdies konnte der Feind dadurch aus den
anderen von ihm besetzten eigenen Stellungen vertrieben werden.
Der erzielte Erfolg war für die Gesamthandlung dadurch von beson
derem Wert, daß dem Feind der beabsichtigte Durchbruch verwehrt
wurde. Seine Einnistung auf der weithin beherrschenden Trigono
meterhöhe hätte später nur mit starken Kräften und unter großen
Verlusten aufgehoben werden können.