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XVI.
Nota. Wie der von Hohenbergck mit dem Abbt ze
Liligenveld und mit dem Closter, und seyn Lewthen sind
umgangen,
Zterrr von Erst machten die von Hohenbergck und die Wildecker,
und der Abbt mit allen ihren Holden ein Packt, daß sy
niemahnd nicht I (Hie mui68 aii086imnt)
(hier war das Papier angefressen.)
Item darnach am Sambstag nach Michaelis kam der Sockol
gen Wilhalmspurck, und fordert den Markt Herzog Leu-
poldn, und Herzog Albrecht«: den gaben sie sich, wen
das must seyn.
Item darnach macht sich der von Hohenbergck auf ze Hohen
berg mit xi. Pferden, und zoch gen Ehreuspach (Xieem
tune snani) (sein Schloß), und des wardt der Sockol
innen: der wißt nicht, in welcher maß er da lag.
Item darnach schickt der Sockol zu den Abbt umb ain Erung,
risch *) oder er wolt das Kraut mit ihm essen **).
JtM da sandt der Abbt seiner Diener amen den Hainvogel zu
dem Hohenberger mit der Pottschafft, wie er im riett:
das hiet in der Sockol entpoten. Da gab der Hohenber
ger Antwort, er wolt selb zu den Abbt komen.
Item da hueb sich der Hohenberck auf ze Ehreuspach, und zoch
gen Liligenveld: und unterwegens bekam in des Richter
Wagen ze Wilhelmspurck, des Hafners daselbst, die führ
ten 2 Faß Most. Die nam der von Hohenberck mir Roß,
mit all, und sandt die gen Hohenberck,
Item an der selben Stund kam der Sockol gen Wilhalmspurck,
und fragt den Richter, und die Buriger, wie es in ging.
Da sagt der Richter dem Sockol, der von Hohenberck
hiet im die Wein genomen, on alls Absagen.
*) Ehrung, oder E rrung, ein Ehren - Geschenk. Scherz, Olos».
risch, statt rafch, Adelung.
**) Erinnert auf das gemeine Sprichwort: »Einen auf dem Kraut essen.«