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an die Limmath und beherrschte seinen eigenen Fuß bis
zu diesem Flusse vollkommen.
Die Verschanzungen scheine«/ so viel sich aus dem
in dieser Beziehung schwerlich ganz zuverlässigen Plane
des Erzherzogs Karl ersehen läßt/ thcils aus einzelnen
Redouten und fleschenartigen Werken mit einem Zwischen¬
räume von einigen Hundert Schritte»/ thcils aus zusam¬
menhängenden bis zu 1000 Schritt langen Linien und/
da wo Wald war/ aus breiten Verhauen bestanden zu
haben; nur die vom züricher Berge an den See lausende
4000 Schritt lange Linie hatte viel weniger Werke/ denn
es befanden sich auf dieser ganzen Strecke nur 3 bis
4 Fleschen. Auch bedurfte diese Strecke allerdings keiner
eigentlichen Stellung/ da sich hinter derselben das sturm¬
freie Zürich befand; es war dies also nur als eine ver¬
stärkte Vorpostenlinie zu betrachten.
Die Schanzen waren noch nicht ganz beendigt/ ob¬
gleich seit 6 Wochen daran gearbeitet wurde/ und dies
soll ein Hauptgrund gewesen sein warum Massen« die
Stellung nach der Schlacht verließ.
Ein Hauptfehler der Stellung aber/ den Massen«
vielleicht zu spät/ nämlich erst in der Krisis des Gefechts
«m 4. gefühlt haben mag/ war der Mangel anderer Über¬
gänge über die Limmath als durch Zürich/ wodurch natür¬
lich die Mitte und der linke Flügel in ihrem Rückzuge
sehr bedroht sein konnten. In Zürich selbst waren übri¬
gens nur 3 Brücken über die Limmath und zwar nur
eine für Fahrzeuge.
Massen« hatte 28 Stück Geschütze aus dem züricher
Zeughause in die Stellung verwendet/ dagegen/ wie der
Erzherzog sagt/ einen Theil seiner Artillerie schon mit der
Bagage über die Limmath in Sicherheit gebracht. Diese