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frttn wird; es finden fich einzelne vortreffliche Posten für
ein Paar Bataillone, die sich zur Verbindung der Haupt¬
posten sehr gut eignen; sie werden also besetzt. Daß die
Aertheilung der Kräfte noch weiter gehen und bis zu ein¬
zelnen Kompagnien und Schwadronen heruntersteigen könne,
ist leicht einzuschen, und der Fall ist oft genug vorgekom¬
men; eö giebt also hier keine allgemeine Grenzen der Zer¬
splitterung. Von der andern Seite hangt die Stärke der
einzelnen Posten von der Stärke des Ganzen ab, und es
ist also auch schon darum Nichts über den möglichen oder
natürlichen Grad der Stärke zu sagen, welche die Haupt¬
posten behalten werden- Wir wollen nur ein Paar Sätze,
welche die Erfahrung und die Natur der Sache lehren,
zum Anhalt geben.
1. Je höher und unzugänglicher das Gebirge ist, um so
größer darf die Theilung sein, um so größer muß
sie aber auch werden, denn je weniger eine Ge¬
gend durch Kombinationen gesichert werden kann, die
auf Bewegungen beruhen, um so mehr muß die Si¬
cherung durch unmittelbare Deckung erfolgen- Die
Vertheidigung der Alpen nöthigt zu viel größerer
Theilung, bringt dem Kordon viel näher als die
Vertheidigung der Vogesen oder des Riesenge¬
birges.
2. Noch überall, wo eine Gebirgövertheidigung eingetre-
ten ist, hat eine solche Theilung der Kräfte stattge¬
funden, daß die Hauptposten meistens nur ein Tref¬
fen Fußvolk und im zweiten Treffen einige Schwadronen
Reiterei hatten; nur die in der Mitte ausgestellte Haupt¬
macht hatte allenfalls auch ein Paar Bataillone im
zweiten Treffen.