Quarzresonatoren als Frequenznormale
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des Resonators bestehen, die besonders bei den hohen Ansprüchen an die
Frequenzkonstanz der Präzisionsnormale nicht tragbar ist.
Es kommt hinzu, daß der Nachweis der Resonanz bei diesen Resona¬
toren nur mittels der einen gewissen umständlichen Aufbau erfordernden
Absorptionsmethode nach Cady (S. 76) möglich ist. Dadurch wird
ihre Anwendung erschwert. Quarzresonatoren der Ctföfy'schen Form
sind daher nicht bis zur größten Vollkommenheit als Resonatoren
weiter entwickelt worden. (Soweit eine Weiterentwicklung durch Über¬
gang von der Stabform auf Plattenform zum S teuer quarz stattfand,
wird diese ab S. 146 berücksichtigt.)
Giebe und Scheibe (95) hatten sofort erkannt, daß ihre Leuchtmethode
nicht allein ein sehr bequemes Mittel war, die Schwingungsformen der Reso¬
natoren zu studieren und die Resonanzfrequenz festzustellen, sondern auch,
daß der leuchtende Quarzstab sich zu einem vorzüglichen und dabei infolge
der Einfachheit der Leuchtmethode bequem zu handhabenden Frequenz¬
normal ausgestalten ließ (97). Die im Jahre 1925 begonnene Entwicklung
der Leuchtresonatoren zu Frequenznormalen fand mit einer Veröffent¬
lichung im Jahre 1933 (102) einen vorläufigen Abschluß.
Die Untersuchungen hatten ergeben, daß je nach Anspruch an die
Frequenzkonstanz zweierlei Typen von Resonatoren herzustellen waren:
die „lose" (/) und die „gebundene" Type (g). Beide unterscheiden sich
darin, daß bei der losen Type keine Rücksicht auf die Lage der Bewegungs-
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Fig. 80 b. Anregungsschema für Normalstab II.