Volltext: Bd. 1. [Riedau und Dorf] (1 / 1902)

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und Tambour-Major tragen Schleppsäbel mit Stahlscheide. 
Die Distinktionszeichen bei den Unterofficieren sind wei߬ 
wollene Czakoborten, schwarzgelbes Wollporteepee unb wei߬ 
wollene Sterne am Kragen. Bei ben Offieieren silberne Czako¬ 
borten, schwarzgelbe seibeite Feldbinde, silberne Porteepees, 
silberne Kragensterne, Schleppsäbel mit Stahlscheide und an 
den Beinkleidern zwei rothe Streifen. 
Als 1811 Riedan zum Königreiche Bayern kam, wurde 
aus königlichen Befehl die Bürgergarde in eine Nationalgarde 
umgewandelt. Aber 1816, als Riedan wieder österreichisch 
würbe, hat sich bie Bürgergarde von selbst wieder neu cou- 
stituiert. 
1852 würbe von Sr. Majestät dem Kaiser das Fort¬ 
bestehen der Garde zu Riedau genehmigt und ihr bie Aus¬ 
rückung in Waffen bei feierlichen Gelegenheiten im Orte selbst 
gestattet mit bem Vorbehalte, dass dieselbe, wenn sie zu Fest¬ 
lichkeiten an fremden Orten in Waffen erscheinen will, _ sich 
» zuvor von Fall zu Fall die Erlaubnis hiezu bei der politischen 
Behörde erwirken muss. 
1857 war die Garde wegen Mangels an Mitgliedern 
der Auflösung nahe. Doch traten einige wackere Männer zu¬ 
sammen, warben Mitglieder und die Garde wurde wieder 
neu organisiert. Nach dem Stande vom 1. April 1865 
formierte die Garde eine Compagnie mit vier Zügen. Das 
Osficierscorps bestand aus einem Hauptmanne als Comman¬ 
danten, einem Oberlieutenant und drei Lieutenants. Die 
Mannschaft einschließlich der Musikkapelle bestand aus 76 
Gardisten. 
1866 hatte der große Brand Riedan an den Rand des 
. Verderbens gebracht. Auch bie Bürgergarbe hotte die Fahne, 
welche seit dem Bestände die dritte war, viele Gewehre und 
Mvntnrstücke verloren und giengen alle auf die Garde bezüg¬ 
lichen Schriften durch das Feuer zugruube. Nachbellt die 
Häuser wieder ausgebaut waren und das geschäftliche Leben 
seinen gewohnten Gang wieder bekommen hatte, dachte man
	        
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