lichen Feuer beherrschte Donau gebracht werden, wäh¬
rend die Serben große Verstärkungen erhielten.
Gleichzeitig mit dem öu. VIII. Korps griff das deut¬
sche XXII. Reservekorps Belgrad von Nordwest über
die unterste Save an. Die Serben wurden in scharfem
Kampfe von der „Großen Zigeunerinsel" geworfen. Ein
Bataillon drängte ihnen gleich über die Brücke auf das
Belgrader Ufer nach und setzte sich dort fest. Auch
hier verhinderte die feindliche Artillerie ein Nachbrin¬
gen von Verstärkungen über Tag.
Am Abend des 7. Oktober hatten die Serben in Bel¬
grad schon ungefähr zwei Infanteriedivisionen gegen die
wenigen verbündeten Truppen. Erst in der Nacht zum
S. Oktober konnte die Überschiffung fortgesetzt wer¬
den, so daß am 8. Oktober schon 27 öu. Kompagnien
am serbischen Donauufer kämpften. Sie eroberten an
diesem Tage nach schwerem Ringen die Bastion Kali-
megdan, welche die Donau beherrschte. Die Deutschen
erstürmten zur gleichen Zeit die Höhe Banovobrdo, süd¬
westlich Belgrad. Von dort aus verhinderten sie den
Bahnverkehr von Süden in die Stadt.
Am Morgen des 9. Oktober wichen die Serben auf die
Höhen knapp südlich Belgrad, von der öu. B. Armee
verfolgt, von der nunmehr schon die öu. 59. Infdiv. und
das Gros des deutschen XXII. Reservekorps auf serbi¬
schem Boden standen. In der folgenden Nacht gelangte
auch die öu. 57. Infdiv. in die Front südlich Belgrad.
Bis zum 12. Oktober drückte die öu. 3. Armee die Ser¬
ben weiter nach Süden.
Die Donauforcierung bei Semendria.
Mittlerweile war auch die deutsche 11. Armee
über die Donau beiderseits der Morawamündung in Ser¬
bien eingedrungen. Dort, in der etwa 20 km breiten
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