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Ferdinand aber , der Sohn des burgundischen Philipp , dein
Bruder ,
Welten beherrschender Karl ( V . ) , immer im Siege , wie du , War der besondere Schützer der Stadt und ihr freundlicher
Gönner ,
Immer erhob er sie hoch , mehrt' sie mit fürstlicher Huld . Größer erbaut' er das Schloß , nicht schont' er des glanzenden
Marmors z
Als den hölzernen Bau wüthend die Flamme verschlang» Oben krönt es des Berges rings abhängige Flache ,
Ihm gereicht es zum Stolz , so wie der sämmtlichen Stadt , Wo einen Tempel der Gottheit Ferdinand , frommen müthes ,
Prächtig auf Säulen gestützt , gegen dia Sterne gebaut . Aber die Purg liegt zur Rechten , betritt man vom Strom' aus
die Mauern ,
Mitten blickt sie hinab stolz auf den räumigen Markt ; Denn nicht findest du fernhin schönere , weitere Plätze /
Wohin kristallenen Quells eilen der Zster und Rhein ; Sieh denn ! Hundert Schritte mißt dreimal die Länge der Flache , Und der Breite entlang fehlen von hundert nur neun . Dieser Platz sah Oesterreichs Söhne zum Tod' oft sich rüsten * Sah es Könige thun , Herren von Oesterreichs Land . Dieser Platz bot öfters den Bürgern ein herrliches Schauspiel , Gleich dir , gewaltiges Rom ! in deiner Scenen Pereich / /
11 . Kurzgefaßte Chronik von Linz von der ältesten bis auf die neueste Zeit .
Das Dämmerungslicht der Geschichte führt uns als die ältesten Bewohner von Oberösterreich dießseits der Donau celtische Abkömmlinge auf , wovon um 5gi ( Andere wollen 885 ) vor Christus die erste Meldung geschieht .
Unter den Römern , welche 15 Jahre vor Christus den Donaustrom zu ihrem Gränzpunkte machten , und unsere Ge *