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von 5 hiesigen Dompröbsten , in den Grüften einen ten Altar ( unter den Jesuiten zu Seelenmessen gebraucht ) , den kupfernen , kolossalen Sarg der Erzherzoginn Elisabeth , die Grabstätten von hiesigen 3 Bischöfen , das einstige grafl . v . Weißenwolf'sche Familienbegräbniß , die sogenannten Back« ofen der Jesuiten von 1723 bis t ? 64 und mehrere steine , welche man 1822 von verschiedenen Geschlechtern aus der Pfarrkirche hierher brachte . Wir bemerken davon jenen der R eg i - na Nuzin von Goisernburg , geb . Alkoferinn , gest . - 1649 . Die Goisernburg lebt in der Sagenwelt fort .
Die Minoriten - oder Landhauskirche in der Klosters Gasse ( 9 ) »
Sie bildet ein Schiff , hat 8 Altare , mehrere Stocca - torarbeiten , eine hübsche Kanzel und ein wunderschönes Spei " segitter von Adneter - Mamor mit unzähligen Seethieren . Sie ist zu Ehren der Verkündigung Mariens von 1742 bis 175t neu gebaut , 1757 mit dem steinernen Portale beim Haupte eingangs versehen , 1758 vollendet und 1808 re'novirt den . Das erstere sagt uns eme hart leserliche Aufschrift am Plafonde mir folgendem ! „ Haec est ecclesia sancta dei virgini annuntiatae sacrata legato Krayiiano et piae religionis Christianae liberalitate Conatus conventuales nostros juvahte gratiose erecta . “ An ihrer Stelle muß so ziemlich ein Theil des alten Klosters und dev Kirche der ziskaner und Minoriten durch den Grafen Eberhard v . Walf^e gewesen seyn , wovon wir in der Geschichte 1284 gelesen haben . Das Hochaltarblatt ist von Martin Alto - monte ( mit sehr guten Schnitzarbeiten und reicher dung vom alteven Sattler aus St . Florian umgeben ) und gewiß sein schönstes Bild in dieser Stadt . Der erste und te Altar sowohl auf der Epistel - als auch auf der seite haben wieder Kunstbilder von Schmidt in Krems / der zweite Epistel ^ und Evangelienaltar Schnitzarbeiten vom ten Taitel und Hiebel . Die Stoccatorarbeiten machte le r . Beim Hochaltars trifft man das Privilegium des PabsteS Benedikt XIV . vom 4 . Oktober 1751 zum täglichen Messe lesen nebst einem hübschen Bilde vom heiligen Franz , an der Wölbung des ersten , Epistelseitenaltars einen Christuskopf mit