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tige Kunst⸗ und Festhalle, unter Anderm auch zur Anhörung des fol⸗
genden Vortrags: Vortrag der Vegetarianer, Aufhebung
des Sch—Impfzwanges und zwangsweise Einführung
leichtrerdaulicher Speisen wie Schuhnägel u. s. w. (Der
Bitte der Vegetarianer wird in der Voraussicht, daß
dem Reiche Carnepals weitere Anhänger zugeführt
werden, sofort freiwillig willfahren)—
So Prinz Carnevalin Freiburg. Mögen die Freiburger
Vegetarianer sich dessen nicht bloß getrösten, sondern auch freuen.
Prinz Carneval wird der Förderung ihrer Bestrebung nicht bloß
nicht hinderlich, sondern förderlich sein. Und ebenso auch der Vortrag
des Herrn Professor Dr. Funke. Alles lieber als Still- und Todt—
schweigen unserer Sache; nicht Spott, nicht Hohn ist so zu fürchten
als dieses. Ja, umgekehrt, Spott und Hohn fordern zur Widerrede
und Entgegnung auf und so wird ein Kampf in Fluß gebracht, der
Kampf um und für die Wahrheit, aus welchem sie nur geläuterter
und siegreich hervorgehen kann. „Wer den Schaden hat, darf für
Spott nicht sorgen“ lautet ein Sprüchwort. Können nicht die Vegeta—
rianer die Umkehrung desselben mit dem allergrößesten Rechte auf
sich in Anwendung ziehen: „Wer den Nutzen hat, wird den Spott
gerne leiden?“
KRKleinere Mittheilungen.
Vom medizinischen Babellhurmbau. Wir hatten schon oft Ge—
legenheit, darauf hinzuweisen, wie so wenig über das Wesen der
Krankheiten, wie über die Behandlung derselben unter den Medizi—
nern auch nur die geringste Uebereinstimmung der Ansichten herrschend
und damit zur festbegründeten Ueberzeugung, und wissenschaftlichen
Thatsache geworden ist. Noch heute haben die Mediziner wie von je—
her trotz allen vielgerühmten Fortschrittes ihrer Wissenschaft, wenn
ihrer zwei oder drei an einem Krankenbette zusammenkommen und sich
einander ansehen, die größte Mühe, das Lachen zu verbeißen, und
noch heute gilt, was Dr. med. Girtanner schon vor mehr als
50 Jahren meinte (Ausführliche Darstellung des Brown'schen Sy—
stems der praktischen Heilkunde, Bd. 2, S. 600): „Da die Heilkunde
gar keine festen Prinzipien hat, da Nichts in derselben ausgemacht
ist, da /es nur wenig sichere, zuverlässige Erfahrungen in derselben
gibt, so hat ein jeder Arzt das Recht, blos seiner eigenen Meinung
zu folgen. Wo von keinem Wissen die Rede ist, wo Alle nur