198
der Kleiengehalt des Brodes nicht nur die Mechanik des Kauens
kräftig herausfordert, sondern hiedurch auch auf eine euergische Speichel⸗
absonderung hinwirkt. je euergisthe Spel
Daß aber eine reichliche Speichelsekretion bei dem stärkemehlhal⸗
tigen Brode für die Verdauung von größter Wichtigkeit ist, bedarf
wohl keines besonderen Beweises, wenn man sich gegenwärtig hält,
daß durch den Speichel, beziehungsweise durch das Ptyalin desselben
zum großen Theile die Umwandlung des Stärkemehles in Trauben⸗
zucker bedingt wird, welch' letzterer bei der Ernährung eine so wichtige
Rolle zu spielen berufen ist.
Aus dem Gesagteu erhellet somit, daß die Anwesenheit der Kleie
im Schrotbrode jenes Moment bildet, welches sowohl eine energischere
Mechanik des Kauens, als auch eine reichere Speichelabs onderung be—
dingt, und da beide eine unerläßliche Grundlage einer guten, d. i. nor—
malen Verdauung bilden, so ist es wohl von selbst einleuchtend, daß
die Zellsubstanz des Grahambrodes auf den ersten Akt der Verdauung
nur einen vortheilhaften Einfluß zu üben vermag und daß die Nah—
rungsstoffe hinlänglich breiig, weich und flüssig dem Magen zugeführt
werden, wovon eben ihre weitere normale Verdauung abhängig wird.
Sind die Nahrungssubstanzen derartig vorbereitet in den Magen
gelangt, so legen sich die Magenwände mittelst der sie in allen Rich—
lungen umschließenden Muskelfasern dicht an die aufgenommenen Nah—
rungsmittel an, und zwar um so inniger, je mehr diese die Organe
mechanisch anzuregen vermögen. Es geschieht dies am Anfange der
Verdauung am staärksten, wenn nämlich die eingeführten Nahrungs⸗
mittel noch weniger gelöst sind, und es setzt sich auch während der
weiteren Verdauung noch fort, jedoch nur mehr in dem Verhältnisse,
welches dem mit den Nahrungsmitteln eingeführten Antheile an un—
löslichen, blos mechanisch anregenden Materiale entspricht, wie es z. B.
bei den mit der Schale und den kleinen Kernen genossenen Früchten,
den verschiedenen Beerengattungen, Feigen ꝛc., bei den Gemüsen und
den Vegetabilien überhaupt der Fall ist.
Druurch diesen mechanisch hervorgerufenen Reiz wird eine stärkere
Absonderung des Magensaftes bedingt, welche auf die energischere Auf—⸗
lösung und Zersetzung der Nährstoffe unbestreitbar nur einen wohl⸗
thätigen Einfluß üben kann.
Dieses zur normalen Verdauung erforderliche Moment trifft nun
auch bei der mit dem Schrotbrode genossenen Kleie zu, welche jedoch
überdies noch in anderer Richtung die Verdauung auf rein mechani—
schem Wege zu unterstützen vermag. — Die Kleie bildet nämlich in
der
wele
zelne
tere
Es
wirl
liche
den
erst:
ein
durt
hei
eine
lieg
hee:
fine
Iri
gee
Au.
hil
geh
von
wir
den
des
12W
JJ,
die
gel
ar
die
der
se!