Volltext: Die Operationen des Jahres 1915 ; [1]. Die Ereignisse im Winter und Frühjahr (7. 1931)

Der britische Angriff bei Neuve Chapelle. 
SS 
nahmen zunächst in gemeinsamem Ansturm die Gräben nordöstlich des 
Dorfes wieder. Infolge der Schwäche der eigenen Artillerie erlitten sie da¬ 
bei jedoch so schwere Verluste, daß ein gegen Mittag einsetzender starker 
feindlicher Gegenangriff sie in die Ausgangsstellungen zurückdrücken konnte. 
Gegen 8° abends meldete das Armee-Oberkommando 6 nach Mszisres: 
„Der englische Angriff ist mit zwei vollen Armeekorps erfolgt, die auch jetzt 
noch ganz zur Stelle sind. Gegenüber dieser Überlegenheit hat die Fort¬ 
setzung des Angriffes mit den vorhandenen Kräften keine Aussicht auf Er¬ 
folg. Die Armee wird daher vorläufig Festhalten der gewonnenen Stellun¬ 
gen anordnen, sich weiteres vorbehalten." Nach einer fernmündlichen Aus¬ 
sprache des Chefs des Generalstabes der 6. Armee, Generals v. Krafft, mit 
General v. Falkenhayn stellte die Oberste Heeresleitung noch am gleichen 
Tage die verstärkte 42. Infanterie-Brigade des XVIII. Armeekorps zur 
Verfügung. Sie traf im Laufe des 13. März um Don ein. Die durch 
weitere Angriffe bei Neuve Chapelle stark mitgenommene Kampftruppe 
konnte ihre neuen Stellungen halten und wurde vom 14. März ab durch die 
gemischte 42. Infanterie-Brigade und 86. Reserve-Infanterie-Vrigade ab¬ 
gelöst. Zur weiteren Stärkung der Front wurde die 6. bayerische Reserve- 
Division zwischen dem XIX. und VII. Armeekorps eingeschoben. Der ge¬ 
plante Durchbruch auf Lille war den Briten nicht gelungen. Eine Zu¬ 
sammenstellung der deutschen Verluste ergab für die Zeit vom 9. bis 
20. März fast 10 000 Mann, die Engländer beziffern die ihren auf 
12 892 Mann. 
Auf den Fronten der 2., 1. und 7. Arme ech spielten sich nennens¬ 
werte Kampfhandlungen nicht ab. 
Im Abschnitt der 5. Armee trug nach wie vor der rechte Flügel, ins¬ 
besondere die in den Argonnen kämpfenden Teile, die Hauptlast des 
Kampfes. Am 17. Februar setzten stärkere französische Angriffe gegen die 
ganze Front des XVI. Armeekorps ein, sie sollten eine Entlastung von dem 
seit Anfang Januar immer stärker werdenden deutschen Druck herbeiführen. 
Der Hauptstoß traf die 33. Infanterie-Division. Nur in Vauquois ver¬ 
mochte der Gegner vorübergehend Fuß zu fassen. Am 28. Februar erneuerte 
der Feind seine Angriffe, die sich wiederum hauptsächlich gegen Vauquois 
richteten, in dessen Südteil er sich behauptete. 
Dem VI. Reservekorps gelang es nach Abweisung eines feindlichen 
Vorstoßes östlich von Vauquois am 26. Februar im Walde südwestlich von 
i) Beim Oberkommando der 7. Armee trat Ansang März als Chef des General¬ 
stabes an Stelle des Generalleutnants v. Hänisch vorübergehend Oberst Tappen. 
S. 310. 
17. bis 
28. Februar.
	        
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