Die Oster-Offensive des deutschen Beskidenkorps.
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diesem Korps eingetroffen und hatte sofort die vorderen Regimenter seiner
bereits bis südöstlich Vilag gelangten deutschen 25. Reserve-Division vor¬
gezogen.
General v. Boroevic befahl den Gegenangriff und unterstellte hierfür
das österreichisch-ungarische X. Korps dem General v. der Marwitz. Dieser
ordnete an, daß die Divisionen des Korps zunächst die jetzigen Stellungen
zu halten hätten, wobei die deutsche 25. Reserve-Division zur Stützung
der inneren Flügel der österreichisch-ungarischen 2. und 24. Division ein¬
gesetzt werden sollte. Die erst im Eintreffen begriffenen weiteren deutschen
Kräfte — 35. Reserve- und 4. Infanterie-Division — hatten im Laborcza-
Tale auszuschließen. In der Rächt zum 3. April gab auch der westlich
der Laborcza stehende Flügel des X. Korps nach, um Anschluß an die
Mitte zu gewinnen, und ebenso der links davon stehende rechte Flügel des
VII. Korps. Am 3. April versuchte der Russe vergeblich, den linken Flügel
der 2. Armee einzudrücken und so den Erfolg vom Vortage entscheidend zu
erweitern. Gleichzeitig brach aber die deutsche 25. Reserve-Division zum
Gegenangriff vor und gewann bis zum Abend die alten Stellungen der
österreichisch-ungarischen 24. Division westlich Virava zurück. Dem Vor¬
gehen schloß sich links die durch Teile der 128. Brigade verstärkte öster¬
reichisch-ungarische 2. Division an, erstürmte die am Vortage verloren¬
gegangene Höhe östlich Alsocsebeny und drang westlich davon bis zu diesem
Orte vor. Auch aus dem Westufer der Laborcza konnten die österreichisch¬
ungarischen Truppen wieder Gelände nach Norden gewinnen. Für den
Ostersonntag, den 4. April, war von General v. der Marwitz die Rück¬
eroberung der alten Stellungen des X. Korps nordwestlich Virava be¬
sohlen. Die inzwischen herangekommene deutsche 35. Reserve-Division
wurde hierzu hart östlich der Laborcza zwischen der österreichisch-ungarischen
2. und 21. Division eingesetzt. An diesem Tage arbeiteten sich die ver¬
bündeten Truppen bis dicht an die stark besetzten Höhen nördlich und nord¬
östlich Alsocsebeny vor; am Nachmittage des nächsten Tages, des 5. April,
wurden sie erstürmt, nachdem der Russe am Vormittage vergebliche Gegen¬
angriffe versucht hatte.
Inzwischen war am 3. April der äußerste linke Flügel der 3. Armee
angegriffen und geworfen worden; nur das Eingreifen des rechten Flügels
der 4. Armee hatte ernste Folgen verhindern können. Zwei Tage später kam
es auch in der Mitte der Armee zu einem schweren Rückschläge, die Front
mußte fast 10 Irrn bis halbwegs Sztropko—Turany zurückgenommen wer¬
den. Da gleichzeitig auch die Angriffe gegen die inneren Flügel der 3. und
4. Armee fortdauerten, sah sich General v. Boroevic, der am 5. April auf
dem Gefechtsfelde im Laborcza-Tale eintraf, gezwungen, den Angriff der
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