Volltext: Der Marne-Feldzug ; [1]. Von der Sambre zur Marne (3. 1926)

Beginn des Angriffs auf Maubeuge. 
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hierzu entschlossen, da die allgemeine Lage einen baldigen Angriff auf die 
Festung erforderte und bei den schwierigen Nachschubsverhältnissen der 
Etappe das Heranbringen großer Munitionsmengen sehr lange Zeit in 
Anspruch nehmen mußte. Zudem ließen auch die Erfahrungen von Lüttich 
und Namur auf eine schnelle moralische Wirkung, wenigstens der schweren 
Artillerie, hoffen. 
Bei der Notwendigkeit des Haushaltens mit Munition war daher 
gleich von Beginn an ein nur schwaches Feuer möglich, auf das der Gegner 
auch nur wenig antwortete. Am Nachmittag des 31. August zeigte sein aus- 
lebendes Schießen, daß die Zeit zum Ansatz des Infanterieangriffes noch 
nicht gekommen war. Am nächsten Tage, dem 1. September, stieß der Feind 
sogar beiderseits der Sambre aus der Fortslinie gegen die einschließende 
Infanterie vor, im Abschnitt I auf Vieux Nengt und Grandreng, im 
Abschnitt II auf Dorf und Wald von Marpent. überall wurde er durch 
Infanterie und Pioniere des Belagerers ohne große eigene Verluste ab- 
gewiesen, da seinem ohne gehörige Artillerievorbereitung angesetzten Angriff 
die erforderliche Stoßkraft mangelte. 
Vom nächsten Tage, dem 2.September, ab konnte die Einschließung 
der Festung wirksamer gestaltet werden. Von Lüttich traf nämlich General- 
leutnant v. Kühne mit Teilen der 13. Referve-Division ein. Während er 
selbst mit dem aus dem Abschnitt III herübergezogenen Infanterie-Regi- 
ment 15, viereinhalb Cskadrons Husaren und zwei Batterien den Auftrag 
erhielt, im Westen die Festung zu beobachten und einen Abmarsch der 
Besatzung nach Kräften zu hindern, wurden die übrigen Verstärkungs- 
truppen — sechs Bataillone — im Angriffsabschnitt eingesetzt. Insbesondere 
wurde zu besserem Schutz der auf dem äußersten Flügel stehenden schwersten 
Batterien eine gemischte Abteilung unter Generalmajor Neuhaus nach 
Vettignies gesandt, das aber infolge starken feindlichen Artilleriefeuers 
wieder geräumt werden mußte; die Abteilung ging bis Bois Bourdon und 
Havay zurück. Die Munitionsfrage wurde inzwischen immer kritischer. 
Der zu persönlicher Rücksprache am 31. August in Binche anwesende 
Ctappen-Inspekteur der 2. Armee hatte keinerlei bestimmte Zusagen für den 
Zeitpunkt des Eintreffens der angemeldeten Munitionszüge machen können. 
Alle Versuche, festzustellen, ob und wo sie etwa auf der Strecke liegen 
geblieben seien, waren erfolglos gewesen. Es fehlte besonders an Munition 
siir die 2-Mörser und die 10- und 13-<Zln-Kanonen, so daß auch ein 
weiterer Aufschub des Infanterieangriffs notwendig wurde. Die bisherige 
Wirkung des Feuers konnte endlich am 2. September genauer festgestellt 
werden, da an diesem Tage zum ersten Male dem Belagerer zwei Flieger 
zur Verfügung standen. Sie meldeten u. a., daß im Fort de Boussois sich 
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