Volltext: Die Grenzschlachten im Westen (1. 1925)

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Die Gegner in den Grenzschlachten. 
daraus wurde auch die Stellung des rechten Flügels bei Monceau unhalt¬ 
bar. Um 4° nachmittags zeigten sich deutsche Abteilungen bei Oizy in for 
rechten Flanke des Korps. Die Stellung bei Petit Fays wurde von 
Artillerie stark beschossen. Der rechte Flügel des IX. Korps ging in süd¬ 
westlicher Richtung aus Vresse zurück, der linke Flügel folgte aus OrcHimont, 
Gegen 730 abends stand das ganze Korps südlich des Semois und hielt die 
Übergänge von Alle bis Bohan besetzt; die gesamte Artillerie war aus dem 
Süduser in Ausnahmestellung gegangen. Die Division du Maroc, deren 
Vormarsch durch die zurückgehende Kavallerie ausgehalten worden war, 
meldete, daß sie mit dem Ansang Pussemange erreicht hätte. Sie erhielt 
vom Führer des IX. Korps Befehl, bei Sugny zu biwakieren und sich am 
folgenden Tage von 4° morgens an alarmbereit zu halten. Fn einer um 
8° abends an den ArmeesüHrer gerichteten Meldung erklärte der Korps- 
führer, daß er am nächsten Morgen an kampffähigen Truppen etwa je 
sechs Bataillone der Division du Maroc und der 17. Division zur Verfügung 
haben würde, der Rest sei nur als Reserve verwendbar. 
Die 52. Reserve-Division, die am 23. August morgens vom IX. Korps 
bei Willerzie erwartet worden, aber dort nicht erschienen war, hatte noch 
am 22. August in weiter Ausdehnung von Msziöres bis Revin an der Maas 
und westlich gestanden, wo seit dem 17. August alle Übergänge außer den 
Eisenbahnbrücken zerstört worden waren. Am 22. August spät abends 
hatte die Division von der Armee den Befehl erhalten, sich umgehend in 
dem Raum Les Hauts Buttes—Thilay—Monthenne bereitzustellen und 
Vortruppen nach Willerzie vorzuschieben. Die sofort eingeleitete Versamm¬ 
lung der Division erforderte jedoch geraume Zeit. Roch in der Nacht trafen 
aber alle Teile an der Maas ein; eine Vorhut erreichte Tournavaux am 
Semois. Die Truppe war von den Anmärschen ermüdet und trat daher 
am 23. August erst bei vorgerückter Tageszeit an. Sie marschierte am Vor¬ 
mittag mit je einer Kolonne aus Linchamps und Les Hauts Buttes; ein 
verstärktes Regiment sollte bis Willerzie vorrücken. Auf die Kunde von den 
Kämpfen des IX. Korps, die zum Rückzüge auf Rafraiture geführt hatten, 
stellte die Division ihr Vorgehen ein und wartete die weitere Entwicklung 
der Ereignisse ab. Das nach Willerzie entsandte Regiment traf dort äußerst 
erschöpft gegen Mittag ein und ging anscheinend unter Vernachlässigung 
der Sicherung zur Ruhe über. Gegen 9° abends wurde es von deutscher 
Infanterie, Teilen des XIX. Korps H, überfallen. Die entstehende Panik 
pflanzte sich aus die rückwärtigen Truppen fort. Die Reservisten der 
Division flüchteten in südlicher Richtung aus die Maas zurück. 
1) S. 402.
	        
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