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Die letzten Schlachten auf dem rumänischen Kriegsschauplatz
Auf dem linken Flügel dieser Gruppe hatte die ll.HKD., GM.
Jóny, dem Feinde am 8. August die Höhe Bobeica südwestlich von Solka
entrissen. Die Kavalleriegruppe FML. Schwer (5. HKD. und 6. KD.)
nahm noch die Höhen östlich von Warna und die Mgr. bâtrîna x). Schon
am 9. mußte aber ein eroberter Stützpunkt südlich der Mgr. bâtrîna dem
Feinde wieder überlassen werden. Die 11. HKD.'kämpfte an diesem
Tage noch um den Bergrücken Stermnina nördlich von Warna. Dreimal
fiel hier der Russe am 11. abends — allerdings ohne Erfolg — die Fu߬
abteilungen der Hon vé dhusaren an. Am 12. erwehrte sich auch der Süd¬
flügel der 59. ID. bei Solka eines feindlichen Vorstoßes.
Im Bereiche des öst.-ung. XI. Korps erzielte der Nordflügel der
51. HID., GM. Benke, östlich von Mädeiu am 8. August noch geringen
Raumgewinn. Tags darauf erstritt sich die 74. HID., GM. Grallert,
nach erbittertem Kampfe einen russischen Stützpunkt nördlich des Mt.
Mäzanaiu und schlug im Tale nördlich der Höhe Hrebin angreifende
Russen ab. Bei der benachbarten 1. Armee, GO. Rohr, hatte die 3. KD.,
anschließend an die 51. HID., am 6. August das HR. 8 gegen Borea (im
Bistritztal) vorgetrieben. Ebenso konnte auch die 15. ID., GM. Aust,
nordöstlich von Bélbor während der nächsten Tage, von den übrigen
Regimentern der 3. KD. unterstützt, ihre Höhenstellungen auf rumä¬
nischen Boden etwas vortragen. In der Linie Mt. Stejaru—Mt. Grïen-
tiesul mr. und auf dem vom Mt. Stege zum Tölgyespaß streichenden
Grenzrücken begegneten jedoch die inneren Flügel der beiden öst.-ung.
Armeen entschlossenem Widerstand der Russen. Mitte August änderte
das XXI. Korpskmdo. in diesem Gebiet die Frontbesetzung, indem es
die 15. ID. auf dem Nordflügel beließ und rechts daneben die 3. KD.
beiderseits des Tölgyespasses einsetzte. Südlich davon hatte die von
der Gruppe Gerok herangeholte l.KD. die 31. ID. freizumachen (S. 386).
Inzwischen war bei der k. u. k. 7. Armee wegen der schon mehrfach
hervorgehobenen Schwierigkeiten der Versorgung (S. 336) und wegen
des wachsenden Widerstandes der Russen ein Stillstand in den Kampf¬
handlungen eingetreten. GM. Seeckt berichtete am 9. August auch der
DOHL., daß man den Angriff bis über den Sereth hinaus wegen des
unzureichenden Nachschubes nicht werde weiterführen können. Der
Bahnbetrieb über Kalusz bis Stanislau werde erst am 16. August auf¬
genommen werden und dessen Weiterführung bis Czernowitz sei noch
*) In den Kämpfen der 6. KD. bei Warna erwarb sich Quirin Freih. Duval
de Dampierre, Obst, und Kommandant des DR. 11, das Ritterkreuz des Militär-
Maria Theresien-Ordens.