Volltext: Das Kriegsjahr 1917 ; 6. Das Kriegsjahr 1917 ; [Textbd.] ; (6. Das Kriegsjahr 1917 ; [Textbd.] ;)

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Die letzten Schlachten auf dem rumänischen Kriegsschauplatz 
ihre Nachbarn zur linken heftig fochten, nach und nach aus der Front 
gesogen worden; bereits am 30. August rollten die ersten Truppen¬ 
züge an die Südwestfront ab. Das KJB. Südtirol war auf Geheiß der 
öst.-ung> Heeresleitung für die k. u.k. 92. ID. zurückzulassen. Im Tausch 
für das k. u. LstIR. 1 erhielt diese Division noch das k. k. LstlBaon. 44 
der 53. ID., die jetzt aus Wolhynien ebenfalls an den Isonzo abbefördert 
wurde. Schon vorher war der 92. ID., die nur über einzelne zugeteilte 
Batterien verfügt hatte, die von der öst.-ung. 10. Armee zugeführte, 
bisherige 94. RFABrig. eingegliedert worden. 
Am 3. September befahl Gdl. Eben dem I. und dem XVIII. RKorps, 
die Angriffe einzustellen und die eroberten Linien für dauerndes Fest¬ 
halten auszubauen. An demselben Tage erließ auch der rumänische 
Armeeführer, Gen. Grigorescu, einen Befehl gleichen Inhalts. Die fast 
einen Monat währende, blutige Doppelschlacht bei Bocsani und imOjtoz- 
gebiet erlosch. Die Idee der DOHL, über den Sereth in die Moldau ein¬ 
zufallen, war am Widerstand der Rumänen gescheitert. Diese konnteil 
als Endergebnis den Erfolg buchen, mit der ,, Ab wehr Schlacht bei Märä- 
sesti" den Mittelmächten den Weg zur völligen Niederwerfung und Er¬ 
oberung des Landes verrammelt zu haben1). 
Vorstoßversuche aus der Bukowina während des 
Monats August 
Hiezu Beilage 17 
Kämpfe der Armee Kövess und Pläne der Führung 
Am 6. August hatte Kaiser Karl das von der Russennot befreite 
Czernowitz aufgesucht und den Führer der öst.-ung. 7. Armee, GO. 
Kövess, zum Feldmarschall ernannt. Der Armee Kövess war nach der 
Zurückeroberung der Bukowina (S. 323 ff.) eine neue Aufgabe gestellt. 
Sie sollte im Zusammenhang mit den Operationen Mackensens in die 
obere Moldau eindringen (S.362). Auf dem linken Armeeflügel trat 
nach mannigfachen Verzögerungen die Gruppe Fabini (30., 34. und 5.ID.) 
am 9. August zum Angriff an, um zunächst die stark besetzte Russen¬ 
front zwischen Oprischeny und Mamornitza einzustoßen (S. 328 f.). Die 
knappen Geschoßvorräte der Batterien beeinträchtigten die Feuervor- 
-1) Kiritzesco, 370 ff.
	        
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