Volltext: Brasilien als Einwanderungsland und Exportgebiet [494/496]

105 
Größe.-In der Avenida Alfonso Pennäa, die 
unserer Ringstraße entspricht, stehen sogar fünf 
Reihen der herrlichsten Palmen und anderer 
Tropenbäume mit sechs Fahrbahnen für 
len Straßenverkehr. Die Hochfläche, auf 
der sich die Stadt weithin ausdehnt; fällt nach 
allen Seiten zu breiten Tälern sanft ab, auf 
deren anderer Seite sich die hohen Berge von 
Minas erheben. 
Bello Horizonte ist ‚eine noch im Werden be- 
oriffene Stadt, die auch den Auswanderern ein 
nach den neuesten Erfahrungen  erbautes, weit- 
läufiges Haus für den ersten Aufenthalt zur Ver- 
fügung stellt. Die Stadt hat ja allen. Grund, der 
Einwanderung ihr Augenmerk, zuzuwenden; denn 
weite. Gebiete, auch in unmittelbarer Nähe der 
Hauptstadt, harren noch der Erschließung. Vor 
allem müssen Straßen und Zweigbahnen gebaut 
werden, um das Vorschieben der Besiedlung zu 
erleichtern. Mit Recht wendet man hier das nord- 
amerikanische System an, das zuerst Straßen baut 
und dann das von ihnen durchzogene. Gebiet der 
Kolonisierung zuführt; in anderen brasilianischen 
Qtädten ist man leider vielfach den umgekehrten 
Weg gegangen und hat damit nicht nur den neuen 
Qiedlern die Arbeit durch den Mangel an Verkehrs- 
wegen und die ‘damit gegebene schlechte Absatz- 
möglichkeit ihrer. Produkte erschwert, sondern 
auch die Erschließung des Landes unnötigerweise 
verzögert. _ / 
In den letzten zehn Jahren wurden im Staate 
Minas mehr als 6500 Kilometer Straßen gebaut, 
von denen der größte Teil für Automobile sehr 
guf fahrbar ist.:Das Eisenbahnnetz, ‘das 1904 un- 
gefähr 3700 Kilometer umfaßte, erstreckt sich 
heute auf über 7000 Kilometer. Die Regierung 
bemüht sich, die Landwirtschaft auch durch: Ein- 
führung landwirtschaftlicher Wanderlehrer ‚und 
Gründung landwirtschäftlicher Schulen auf eine 
höhere Stufe zu bringen; die Benützung landwirt-
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.