mit der Rede. Als ihn aber alle ermunterten, noch mehr zu
erzählen, fing er wieder an. „Früher waren überhaupt die
Geister viel freier," behauptete er. „Erst als man am rechten
Traunufer die Kreuzkapelle erbaute und auf dem Kreuz¬
platz die Lindenkapelle erstehen ließ, wurden die bösen
Geister in unserem Tal gebannt. Selbst der Teufel ver¬
suchte seine Gewalt auszuüben!" „Wieso?" fragte man den
Alten. „Nun, der heutige Kreuzstein, früher Kohlstein ge¬
nannt, wurde vom Gottseibeiuns in die Traun geworfen,
Kreuzstein.
phot. Erich Bährendt.
um das Wasser zu stauen und die frommen Ischler auszu¬
tränken. Aber das Gebetläuten hinderte ihn, sein Werk zu
vollenden!"
„Und wie war das in der Teufelmühle?", drang man in
den Erzähler. „Ja, das ist eine lustige Geschichte. Man soll
nie in der Mettennacht Karten spielen. Das taten aber ein¬
mal vier Müllerburschen. Dabei ging es nicht gerade christ¬
lich zu," lachte verschmitzt der Aehnl. „Als die Karten
zufällig dabei unter den Tisch fielen, bemerkten die Spieler,
daß einer unter ihnen saß, der Bockfüße hatte. Schnell
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