(le vor etwa 200 Jahren durch einen zufälligen Brand zer-
ftört worden fein foil. Adalbert Stifter jedoch fchildert in
feiner herrlichen Erzählung „Hochwald", da(? fie von den
Schweden zerftört worden fei.
Idi bann midi von dem Gedanken, dafr Stifters Er¬
zählung dodi einen hiftorifchen Hintergrund hat, nicht los¬
machen und führe folgende Gründe an:
1. Die Schweden waren (icher in unferer Gegend.
P. Dominik Kaindl fchreibt in feiner „Gefchichte des Zifter-
zienfer-Stiftes Hohenfurth", Seite 74, da(? die Schweden im
Jahre 1648 bis Hohenfurth vordrangen und den dortigen
Abt gefangen nehmen wollten. Sie plünderten den Fifcher-
hof und Heuraffl nebft vielen Dörfern.
Warum find fie von Hohenfurth nach Heuraffl? Das
ift doch die Richtung nach Wittinghaufen, wo damals eine
Befat?ung von 200 Mann lag.
Audi Laurenz Pröll behauptet in feiner „Gefchichte
des Stiftes Schlägl", Seite 260, dafc die Schweden fogar
dreimal in Südböhmen waren und zwar unter Banér, dann
unter Torftenfohn und zulegt unter Bittenberg in den Jahren
1641, 1646 und 1648. Im September 1648 befetjte der
fchwedifdie General Bittenberg Budweis und Krummau
und brach dann mit feinem Heere gegen die öfterreichifche
Grenze vor. Eilig wurden die Schanzen, die fchon auf¬
geworfen waren, neu befeftigt und mit Mannfchaften be-
feijt. Konrad Balth. von Starhemberg beklagte (ich in feiner
„Land-Defensions- und Gränzrelation" von 1646—1647,
daft der Pürft von Krummau nichts tun wolle.
St. Thoma fei mit Sachen vollge|topft. Die öfterreichifche
Befeftigung auf dem diesfeitigen Hange nütje nichts, wenn
von Seite Böhmens nichts gefdiehe. Er rät, Schanzen vor
der Friedberger Brüche aufzuwerfen. Im „Hag" oberhalb
Aigen waren die alten Schanzen wieder hergestellt, auf
der „Wuldauerftrafre" wieder neue aufgeworfen worden ufw.
Allein, die Gefahr ging vorüber, da Bittenberg den
beabfichtigten zwechlofen Einfall, der ihm viele Opfer ge-
koftet hätte, aufgab, da die Pä||e über den Böhmerwald
24

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.